Rad – Sehnsucht - was für ein Jahr

Nach der Saison ist vor der Saison – wer kennt diesen Spruch nicht ? Motiviert er noch ? Hier ist meine Alternative - ein paar Highlights aus 2012:

 

Der Entschluss in Hamburg bei den Vattenfall Cyclassics zu starten und mit diesem „Jedermann“ - Rennen den ersten Wettkampf seit gefühlten 50 Jahren zu bestreiten, stand bereits Ende des letzten Jahres fest. Gleich am ersten Anmeldetag wurde mit 6 weiteren „Neu -Einsteigern“ eifrig kommuniziert und eine Teamanmeldung klar gemacht. Als dann auch noch der Alpecin Cycling Day bekannt wurde, war es einfach unmöglich, diese Veranstaltung vor der eigenen Haustür zu ignorieren. Also folgte kurzentschlossen die nächste Anmeldung. Und da die beiden Veranstaltungen nur eine Woche auseinander liegen sollten, wurde der Alpecin Cycling Day quasi als „Vorbereitungsrennen“ gerechtfertigt und sollte nur mal als Test angegangen werden

 

Damit war zum ersten Mal meine Radsaison „durchgeplant“ - mit Trainingstagen auf Mallorca und in der Eifel, zahlreichen Trainingsfahren mit den „Jungs“ aus dem Verein und letztendlich noch gekrönt durch ein „Höhentraining“ in der Schweiz. Die ganze Vorbereitung hat richtig viel Spaß gemacht, die Motivation war immer da, die Kraft reichte auch für den ein oder anderen Sprint im Training  und – nicht ganz unwesentlich – meine Familie hat mitgespielt.

Zu Mallorca und Eifel brauche ich an dieser Stelle nichts mehr schreiben, diese Veranstaltungen sind hinreichend bekannt. Überraschend oft konnte ich an den Trainingsfahrten 2mal in der Woche teilnehmen, die Gruppe wurde immer größer und schneller, auch wenn zu Beginn des Trainings so manches Mal etwas anderes vereinbart wurde. Aber egal, Reize muss halt jeder mal setzen...Und diese folgten dann auch noch in mehrfacher Hinsicht im Sommer während des Familienurlaubes. Der erste Pass (Furkapass) per Fahrrad stand auf dem Plan. Als sich plötzlich die Serpentinen vor mir aufbauten, dachte ich nur, wie soll ich das schaffen. Langsam und stetig schraubten wir uns – unbeeindruckt von denen, die an uns vorbeirauschten, nach oben und es ging! Die Aussicht grandios, ein breites Grinsen im Gesicht und die Beine ok. Die anschließende Abfahrt war leider viel zu schnell vorbei. Und weil es sooooo klasse war, haben wir nach dem ersten Pass auch gleich noch den „Grimselpass“ mitgenommen“. Erste Diagnose: Ich bin infiziert, es werden weitere Pässe in meinem Radleben folgen.

 

Schon wenige Tage später stieg die Nervosität an, was natürlich geleugnet wurde, aber der Alpecin Cycling Day stand vor der Tür. Die Strecke reichlich bekannt, ging es bei sehr kühlen Temperaturen zitternd an den Start. Aber schon nach wenigen Metern lag der Fokus voll auf dem Geschehen vor, neben und hinter mir und die Kälte war vergessen. Die erste Runde war relativ ruhig, in der zweiten haben wir uns dann nicht mehr so ohne weiteres überholen lassen. Fazit: Für's erste waren alle 7 Teammitglieder zufrieden.

Eine Woche später folgte der Start in Hamburg bei super coolem Wetter mit mehr als 8000 Startern vor uns, denn als Erststarter standen wir im vorletzten Startblock. Was erst als Nachteil schien, gab aber durchgängig ein gutes Gefühl. Wir hatten so reichlich Gelegenheit, vor uns gestartete zu überholen. Und es war einfach nur – bitte verzeihen – geil, selbst auf den letzten 15 Kilometern (von 105) noch genug Reserven für den Schluss zu haben.

 

Fazit: Diese Highlights machen süchtig und ich sehne jetzt schon die nächsten „Radabenteuer“ herbei.

 

gez. IMPALA




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