Rennrad Team Allsports Brake beendet erfolgreich die Fernfahrt Bielefeld-Fehmarn

Es ist zwar erst halb fünf in der früh aber für die acht Starter des Allsports Teams gibt es schon kein zurück mehr. Monatelang bereitete man sich akribisch auf diesen Samstag morgen vor und verschliss dabei so einiges an Material. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite und somit war auch die letzte „Ausrede“ dahin.

Auf den ersten Kilometern hieß es erst einmal einrollen und ein paar lockere Sprüche machen. Das diese schnell verflogen waren, lag wohl auch daran, dass als eigentliche Ankunftszeit halb neun abends angepeilt wurde. Dies entspräche dann einem Schnitt von dreißig Kilometern in der Stunde, was sich zuerst gar nicht schwer anhört, aber bei ca. 420 zu fahrenden Kilometern doch schon ein gutes Bein abverlangt.

Um acht Uhr in der früh hatte man bereits das Steinhuder Meer vor Augen und es rollte immer noch relativ locker. Diszipliniert durchfuhr man Dörfer und Städte, die man sonst nur aus dem ein oder anderen Reiseführer kennt. Verwunderte Blicke gab es dann auch, als man das Ortsschild Husum passierte. War Reiseleiter Henning Tonn etwa falsch gefahren? Nein, zum Glück nicht, denn dieses Husum war nicht das schleswig-holsteinische, sondern das niedersächsische Husum im Kreis Nienburg an der Weser.

Nach den ersten 190 Kilometern traf dann auch der Verpflegungsbulli mit zahlreichen Leckereien und isotonoischen Getränken ein. Bisher hatte man sich von Energieriegeln und Power-Gels versorgt, um dem drohenden Hungerast zu entkommen. Aber bei einer Hochrechnung, wonach man auf ca. 30 Riegeln bei so einer Fahrt kommt, macht das Milchbrötchen noch schmackhafter.

Wie im Fluge passierten die orangefarbenen Pedaleros nachmittags Hamburg und überquerten die Elbe. Bisher lief es noch recht gemächlich ab, jedoch sollte nun die nicht ohne Grund benannte holsteinische-schweiz durchfahren werden. Richtung Lübeck ging es nur noch wellig rauf und runter und zudem setzte noch der Regen ein. Getreu dem Motto: „Kopf in Flaschenhalter und ´rum die Kurbel“, trotzte man dem miesen Wetter.

Kurz hinter Lübeck traf man sich nochmals mit dem „Brötchen-(B)ulli“ und füllte die leeren Glykolspeicher auf. Noch schnell die letzten Riegel eingepackt, die Flaschen aufgefüllt und weiter ging die Fahrt durch die hügelige Landschaft in Richtung Grömitz. Der Regen lies nicht nach und so war es nicht verwunderlich, dass die Beine nicht mehr bei allen Fahrern in bester Verfassung waren. So kam es doch noch zu dem ein oder anderen „Ziehen und Stechen“ in der gut behüteten Muskulatur. Auf den Beindefekt kam dann leider noch die Defekthexe dazu, die mit aller Macht in das Hinterrad von Michael Baron einschlug.

Nach diesen unfreiwilligen Pausen ging es dann gestärkt mit einem Gerstengebräu der ortsansässigen Brauerei auf die letzten 100 Kilometer. Hier hatten die „Braker-Bike-Boys´n´Girls“ den Sonnengott auf ihrer Seite, sodass man trockenen Rades die Fehmarn-Sund-Brücke erreichte.

Hier kam es zum letzten Show-Down der Sprinter im Rennen der alten Erfahrung gegen die jugendliche Spritzigkeit. Mit aller Gewalt trat man noch mal in die Pedale und so lösten sich auf den letzten Metern noch zwei Fahrer etwas vom rasenden Feld ab. Im finalen Sprint musste sich die Jugend jedoch geschlagen geben.

Und so blieb der Tacho im fehmarnschen Burg bei 412km, 12.30Std. Fahrtzeit und ca. 13000 verbrannten Kalorien stehen. Wobei es bei dem ein oder anderen bei der Fahrtzeit noch etwas Abzüge gibt, da man des Öfteren die ländlichen Weiden aufsuchte.

Dies war nun also die große Fahrt der „Pussys“, die genug Muskelkraft geben sollte, um am 7. September die schwarze Bike-Inn-Flotte in der Hamburger Alster zu versenken. Wir werden euch genauso „verspeisen“ wie das ein oder andere Schnitzel auf dem Campingplatz in Burg, samt Vorspeise und Dessert ;-).

Ein großes Lob und besten Dank an die orangenen Pedaleure

Michael Ehlert (Bettenwart)
Michael Baron (bleibt Bananen-Michi)
Frank Stahnke (man sah ihn meist am Straßenrand)
Mareike Walkenhorst (findet Windschatten auch beim Grashalm)
Michel Heckmann (invalider Etappensieger)
Lutz Schönfeld (hat nun endlich die dünnen Gänge gefunden)
Henning Tonn (Tomtom Henning)
Malte Beversdorff (bei Regen einfach Kopf abschalten)