Reisebericht Bielefeld-Allensbach
Teilnehmer : Thomas Finger(1.Etappe) Lutz Schönfeld, Frank Stahnke, Michael Baron
Bodenseetour 27.8 -29.8.2011 Michael Baron
Teil 1 27.8
Jöllenbeck Münzenberg
Um 6:15 geht’s nach unzähligen Blicken auf den Wetterbericht , aber der wird einfach nicht besser , Regen und starker Wind aus Südwest, wir treffen uns zu dritt in Jöllenbeck, in Heepen kommt Thomas noch dazu und fahren über Schildesche nach Hillegossen , da ist auch der erste Plattfuss von Thomas.Oerlinghausen über den Teutoburger Wald nach Stukenbrock , rechts und links die B68 an der A33 lang an Paderborn vorbei , jetzt beginnts hügelich zu werden . Wir unterqueren die A44 nach Bad Wünnenberg, das Wetter wird nicht besser,Wir fahren ständig rauf und wieder runter nach Marsberg und Korbach , der Garmin führt uns ganz gut durchs Sauerland, dann streifen wir den Edersee und fahren an der Eder nach Frankenberg, auf dem Stück können wir dann endlich mal die Geschwindigkeit über 30 halten. Es ist mittlerweile trocken nach 100km und die Sonne kommt auch ab und zu. Dann wird’s schon wieder bergig und weiter geht’s durch wunderschöne Landschaften von Hessen an Marburg vorbei nach Münzenberg (historisches Städchen mit einer bizarren Burgruine)erste Station. Kurz vorher noch ein Wolkenbruch. Das Abendessen und die mit Liebe und stilvoll eingerichtete erstklassige Pension haben wir uns verdient.Wir haben immerhin 250km und 2500hm hinter uns gebracht.
Teil 2 28.8.
Um 7:30 nach Super Frühstück geht’s los(Schnell noch Schlauchwechsel, meiner verliert Luft) , schönes Wetter aber wieder der zermürbende Wind aus Südwest , wir fahren relativ flach an Frankfurt vorbei (in der Ferne kann man die Skyline sehen ) nach Hanau. Das Wetter ist mittlerweile super mit Super Gegenwind. In Hanau über den Main und immer am Main Aschaffenburg vorbei lang nach Miltenberg, ein wünderschönes Städtchen am Main und am Spessart.Dann ist der Spass vorbei, wir müssen das Maintal verlassen über den Spessart auf 5 bis 6km machen wir ca. 400hm und dann kommt wieder ein ständiges auf und ab,Garmin fängt an zu spinnen , gut das ich meinen Spickzettel dabei habe, wir fahren an Heilbronn vorbei , die Löwensteiner Berge , wo unsere Route hergehen sollte , finden wir nicht , aber dafür fahren wir durch Schleichwege über irgendwelche Berge, und dunkel wird’s auch so langsam. Alle haben die Nase gestrichen voll und bei Frank und mir ist der Hintern mittlerweile wund(lutz hat dafür irgendein Wundrmittel benutzt). Aber dann kommen wir in Großbottwar , 50km vor Stuttgart an. Bilanz 250km 2500hm Schnitt 25.Schnell Abendessen und ab ins Bett.
Tei l 3 29.8.
Wir sind guter Dinge , haben ja nur noch 190km vor uns , ein Klacks.Gleich 4km weiter versperrt uns ein Bundesstraße den Weg, für Fahrrader gesperrt, wir kreisen umher verfahren uns noch ein paarmal , Garmin spinnt wie immer , wir sind auf irgenwelchen Radwegen und tragen unsere Räder schließlich durch den Grünstreifen auf die Bundesstr. Ein Autofahrer zeigt uns den Vogel.Wir befinden uns in der Gegend von Stuttgart , fahren am Neckar entlang. Garmin sagt rechts , kann nicht sein , wir müssen doch stromaufwärts, anhalten und ich stelle fest, mein Spickzettel ist weg. Wir rufen unsere Frauen(mit Besenwagen) an , die sind erschrocken , wie wenig wir bisher geschafft haben, aber schließlich kommen sie zurück und ich habe einen neuen Spickzettel. Jetzt wird’s kompliziert , immer wieder Straßen , die wir nicht fahren dürfen und keinen gescheite Alternative nebenher , wir fahren x km auf einer Bundesstraße , als vor einer Brücke das Verbotsschild steht.(Sollen wir da etwa runterspringen.)Wir kommen schließlich nach Reutlingen , dort erwartet uns ein Baustellenchaos, wir sind ziemlich ratlos weil Garmin spinnt und mein Spickzettel auch nichts nützt, das bemerkt ein netter älterer Radfahrer und lotst uns durch Reutlingen , erklärt uns den weiteren Weg.Frank kriegt Knieschmerzen und ich fahre mittlerweile nur noch im Stehen, der Hintern schmerzt.Jetzt geht’s auf die schwäbische Alb , den höchsten Punkt derTour, leider schickt Garmin uns vorher noch einen Berg hoch der in einem Schotterweg endet.Mal wieder 200hm umsonst gemacht.Aber dann finden wir nach viel Fragerei den Einstieg in die Schwäbische Alb, wir sind wieder auf Kurs , es geht von 350hm auf über 800hm, Wir habens geschafft , ab jetzt geht’s ja nur noch bergab. Garmin zeigt nur noch Mist an.Von wegen bergab , es geht über 150km in Wellen über die schwäbische Alb , teilweise mit rasanten Abfahrten , immer wieder stoßen wir auf Bundesstraßen , die für Fahrräder gesperrt sind, zum Schluß fahren wir mit Handynavi über Sigmaringen nach Stockach. Wann kommt endlich der Bodensee , der Schnitt ist auf 22km gefallen. Und dann endlich sehen wir die Alpen in der Ferne , aber vom Bodensee keine Spur , Es kommt noch eine rasante Abfahrt und ein paar Wellen, jetzt nur noch den Campingplatz suchen , jeder Sonntagsradler überholt uns mittlerweile . Dann ist es geschafft , juhu. Durch das ständige verfahren haben wir wieder 230km und 2500hm gemacht.
8.9.2011 Michael Baron
